Wie viele DPI zum Drucken? Ein kurzer Leitfaden
DPI (dots per inch) ist die Anzahl der Druckpunkte pro Zoll. In der Fotografie wird der Begriff synonym mit PPI verwendet, der Anzahl der Bildpixel pro Zoll. Je mehr Pixel pro Zoll, desto schärfer der Druck. Dasselbe Foto kann als Abzug 10 × 15 cm hervorragend aussehen und als Poster schwach, weil sich dieselben Pixel auf eine größere Fläche verteilen.
Die Umrechnung ist einfach: Druckgröße in Zoll gleich Pixelzahl geteilt durch DPI, und Zoll rechnen Sie mit dem Faktor 2,54 in Zentimeter um. Beispiel: Ein Foto mit 6000 × 4000 px ergibt bei 300 DPI einen Druck von etwa 51 × 34 cm. Der Rechner oben erledigt das automatisch in beide Richtungen: von Pixeln zu Zentimetern und vom Druckformat zu den erreichten DPI.
300 DPI ist der Standard für Galeriequalität aus der Nähe: Alben, Abzüge, Fotobücher. 150 DPI reicht völlig für Drucke, die aus etwa einem Meter betrachtet werden, und großformatige Poster und Banner werden sogar mit 72 bis 100 DPI gedruckt, weil man sie aus mehreren Metern betrachtet. Faustregel: Je größer der Betrachtungsabstand, desto weniger DPI sind nötig.
300 DPI: wie viele Pixel sind das?
300 DPI entsprechen etwa 118 Pixeln pro Zentimeter (300 geteilt durch 2,54). Ein Abzug 10 × 15 cm braucht bei 300 DPI 1181 × 1772 px, also rund 2 MP, und 13 × 18 cm etwa 1535 × 2126 px. Bei 150 DPI reicht die Hälfte: 591 × 886 px für 10 × 15 cm. Die vollständige Formattabelle steht oben.
150 DPI: wie viele Pixel sind das?
150 DPI entsprechen etwa 59 Pixeln pro Zentimeter. Ein Abzug 10 × 15 cm braucht bei 150 DPI 591 × 886 px (etwa 0,5 MP), 13 × 18 cm 768 × 1063 px und A4 1240 × 1754 px (etwa 2,2 MP). Das reicht für Drucke, die aus etwa einem Meter Abstand betrachtet werden: Wandbilder, Poster für zu Hause, größere Fotobücher.
600 DPI: wie viele Pixel sind das?
600 DPI entsprechen etwa 236 Pixeln pro Zentimeter, doppelt so viel wie der Standard von 300 DPI. Ein Abzug 10 × 15 cm braucht bei 600 DPI 2362 × 3543 px (etwa 8 MP), 13 × 18 cm 3071 × 4252 px (13 MP) und A4 4961 × 7016 px (35 MP). In der Praxis ist 600 DPI bei Scans und feinen Details sinnvoll, die aus der Nähe betrachtet werden; auf einem normalen Abzug sieht das Auge keinen Unterschied zwischen 600 und 300 DPI.
Wie viele Pixel für A4 und A3?
A4 misst 21 × 29,7 cm und braucht bei 300 DPI 2480 × 3508 px (etwa 8,7 MP), bei 150 DPI 1240 × 1754 px. A3 misst 29,7 × 42 cm: 3508 × 4961 px bei 300 DPI (etwa 17,4 MP) und 1754 × 2480 px bei 150 DPI. Jede moderne Kamera und die meisten Smartphones schaffen das.
DPI und PPI: Was ist der Unterschied?
PPI (Pixel pro Zoll) beschreibt die Datei: wie viele Bildpixel auf einen Zoll Druck entfallen. DPI (Punkte pro Zoll) beschreibt den Drucker: wie viele Tintenpunkte er pro Zoll setzt. Labore und Druckereien sagen umgangssprachlich „DPI", wenn sie PPI meinen, deshalb verwendet auch dieser Rechner den Begriff. Der in der Datei gespeicherte DPI-Wert (z. B. 72 oder 300) ändert weder die Pixelzahl noch die Qualität; entscheidend ist das Verhältnis von Pixeln zur Druckgröße.