Fotosession kalkulieren: Kosten, Marge und ein fertiger Rechner

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Der häufigste Anfängerfehler ist die Preisgestaltung „nach Gefühl" oder das Kopieren der Konkurrenz. Das Ergebnis ist immer dasselbe: Arbeit für ein Trinkgeld und Frust. Ein rentabler Session-Preis lässt sich aus drei Zahlen berechnen, die du kennst: deine Zeit, deine Kosten und deine Marge. Dieser Ratgeber zeigt die Formel Schritt für Schritt und wie du Pakete in einer Minute im Preisrechner für Sessions berechnest.

Warum „Konkurrenzpreise" ein schlechter Ausgangspunkt sind

Der Preis eines Mitbewerbers sagt nichts über dessen Kosten, Erfahrung oder ob er überhaupt daran verdient. Ihn zu kopieren heißt, fremde Fehler zu übernehmen. Die Preisgestaltung beginnt bei deinen eigenen Zahlen: wie lange eine Session mit Bearbeitung wirklich dauert, was dich die Lieferung kostet und welche Marge du für Entwicklung und Risiko lassen willst.

Drei Bestandteile eines rentablen Preises

1. Deine Zeit

Rechne die volle Zeit: nicht nur die Stunden beim Shooting, sondern auch Anfahrt, Auswahl und Bearbeitung, Kundenkontakt und Vorbereitung der Galerie. Multipliziere sie mit deinem Stundensatz. Das ist der am meisten unterschätzte Posten, denn die Bearbeitung dauert oft länger als die Aufnahme selbst.

2. Fixe Session-Kosten

Addiere die Kosten, die du unabhängig vom Kunden trägst: Abschreibung der Ausrüstung, Anfahrt, Software, die Online-Galerie, Probedrucke, Requisiten. Verteile die Jahreskosten auf eine einzelne Session, damit du sie nicht aus eigener Tasche zahlst.

3. Marge

Marge ist keine „Gier", sondern ein Puffer für Steuern, Ausrüstung, Krankheitstage und Entwicklung. Ohne sie arbeitest du nur zum Überleben. Ein Aufschlag von einigen Dutzend Prozent über den Kosten ist ein üblicher Zielwert.

Die Formel für die Session-Preisberechnung

Alles läuft auf eine Rechnung hinaus:

Preis = (Stunden × Satz + Fixkosten) ÷ (1 − Marge%)

Beispiel: 14 Stunden zu einem Satz von 80 ergeben 1120, plus 200 Fixkosten macht 1320 Kosten. Bei 40% Marge beträgt der Preis 1320 ÷ 0,6 = 2200. So viel musst du verlangen, damit nach den Kosten 40% Gewinn bleiben. Statt von Hand zu rechnen, gib deine Zahlen in den Preisrechner ein und sieh Preis und Gewinn pro Foto sofort.

Vom Preis zu Paketen

Kunden kaufen selten „einen Preis", sie bevorzugen eine Auswahl. Baue drei Stufen (Basis, Standard, Premium), die sich in der Fotozahl und Extras unterscheiden, sodass das teurere Paket ein natürlicher Schritt nach oben ist. Wie man attraktive Pakete konstruiert, behandeln wir im Leitfaden zu Fotografen-Preisen mit Online-Galerie. Zum Stundensatz selbst siehe wie man einen Session-Satz festlegt.

Berechne deinen Preis

Unser kostenloser Preisrechner für Sessions übernimmt die gesamte Mathematik: gib Zeit, Kosten und Marge ein, und du erhältst drei fertige Pakete plus den Preis pro einzelnem Foto. Wenn du den Preis festgelegt hast, sichere ihn mit einem Vertrag, den du im Vertragsvorlagen-Generator erstellst.

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FAQ

Wie viel sollte eine Fotosession kosten?

So viel, dass nach deiner Zeit und den Fixkosten die geplante Marge bleibt. Für den einen Fotografen ist ein rentabler Preis 800, für den anderen 3000, weil sich Kosten und Erfahrung unterscheiden. Deshalb zählt die eigene Rechnung, nicht der Marktdurchschnitt.

Wie legt man eine Fotografen-Preisliste von Grund auf fest?

Gehe von Kosten und Marge aus, berechne einen Basispreis und baue dann drei Pakete darum. Der Preisrechner berechnet eine Basis-, Standard- und Premium-Stufe aus deinen Zahlen.

Sollte ich Preise auf meiner Website zeigen?

Spannen oder „ab"-Preise heben meist die Qualität der Anfragen, weil sie Kunden außerhalb des Budgets aussortieren. Das genaue Angebot passt du später an den Umfang an, und eine konsistente Paket-Preisliste erleichtert dieses Gespräch.

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